Die Spannungen zwischen den USA und Iran vertiefen sich erneut. In der seit sechs Monaten andauernden Auseinandersetzung zwischen den USA und Iran plant Präsident Donald Trump, laut Bloomberg, die US-Regierung, das Vorgehen zu ändern und stattdessen die wirtschaftliche Druck auszuweiten statt militärischer Konfrontation.

Die USA haben bereits Iran als Ziel für eine zweite Runde Sanktionen in Betracht gezogen, indem sie Länder wie China, die iranische Ölimporte kaufen, ins Visier einbeziehen. Falls diese Maßnahmen realisiert werden, könnten Energiepreise und die Beziehungen zwischen den USA und China erheblich beeinträchtigt werden. Die Trump-Regierung versucht, politische Belastungen zu verringern und gleichzeitig militärischen Konflikt zu begrenzen, indem sie wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran ausweitet.

Laut Bloomberg-Analysen hat Iran trotz jahrzehntelanger wirtschaftlicher Sanktionen die Kontrolle über sein Atomprogramm und den Zugang zu Kernwaffen nicht aufgegeben. Sollte die USA jedoch zusätzliche, bislang unbeobige Sanktionen gegen Iran verstärken, steigen die Chancen für einen langanhaltenden Krieg. Im Angesicht eines möglichen Zwischenfalles im November sucht die USA nach einer neuen Reaktion auf wirtschaftliche Sanktionen.

In diesem Kontext haben Iran und die USA jeweils Kontrolle über Kernschlüssel, doch beide Seiten erkennen zunehmend an, dass eine Vermeidung eines Krieges schwierig sei. Insbesondere wenn die zweite Runde Sanktionen gegen China und andere Drittländer umgesetzt wird, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Weltölmarkt und die Beziehungen zwischen den USA und China haben. Die USA setzen darauf, dass ihre wirtschaftlichen Sanktionen gegen Iran wirkungsvoll sind.