Kakao hat kürzlich die Pläne für eine Spaltung (Spin‑Off) angekündigt, und der Kern dieser Entscheidung liegt nicht nur darin, den Wert des Unternehmens neu zu bewerten. Das Management betont vielmehr, dass sich die Fokuslage auf die Erfolge im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) richten soll, um bis zur Etablierung von Kakao KI als zukünftige Plattformgesellschaft das notwendige Evidenz für die Markterwartungen zu liefern.

Derzeit berechnen Analysten den Unternehmenswert von Kakao nach dem Modell „Sum of the Parts“ und schätzen, dass der zukünftige Plattform‑Business‑Wert von „Kakao AI“ bei einem Ziel‑P/E-Verhältnis von 15,4 und damit etwa 10,8 Billionen KRW liegt. Dies ist im Vergleich zu den durchschnittlichen P/E‑Raten (etwa 18) von vergleichbaren globalen Plattformunternehmen deutlich niedriger; die Analyse argumentiert daher, dass ein expliziter „Premium“ für KI‑Geschäftsbereiche erst nach einer klaren Spaltung mit einem stabilen Geschäftsmodell entstehen könne.

Das Unternehmen vertritt die Position, dass bei einer erfolgreichen Spaltung und damit der Stabilisierung des KI‑Geschäfts ein Preisaufschlag von 30 bis 40 Faktor möglich sei. Gleichzeitig betonte es, dass für eine Neubewertung zunächst die Marktakzeptanz von „KI‑Dienstleistungen“ und deren Erfolgen demonstriert werden müsse.

Im Falle von KakaoX geht es nicht nur um die Summe der Werte seiner Tochterunternehmen – sondern auch darum, dass das Mutterunternehmen selbst einen Abschlag erfährt. Die Analysten sehen in KakaoX eine Verstärkung seiner Rolle als Muttergesellschaft, da es bereits bedeutende Tochterunternehmen im Bereichen Finanzen, Mobility und Content besitzt bzw. ist im Kurs von börsennischen ADR‑Plattformen (US‑Aktien) aktiv. Um den Unternehmenswert von KakaoX zu steigern, sei die reine Neubewertung der Tochterunternehmen nicht ausreichend; vielmehr müsse eine klare Regelung über die Verteilung des Vermögens nach einer Spaltung und ein aktiver Rückkauf‑Plan für das Mutterunternehmen bestehen.

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