Die alten Goleums von Seoul wurden kürzlich vom Reisespezialisten „Time Out“ zum weltweit besten Viertel der Jahreszeit 1 gewählt und erstrahlen dadurch in den Augen von In- und Auslandsreisenden neu. Besonders um die Jongno3ga, wo traditionelle Hanok‑Bauten mit Cafés und kleinen Shops verknüpft sind, präsentiert sich ein “Zeit‑verstecktes Panorama”, das das tägliche Leben der Koreaner unverfälscht wiedergibt. Diese Goleums zeigen einen neuen Tourismustrend: statt klassischer Sehenswürdigkeiten geht es um echte Lebens­erfahrungen.

In Jongno3ga findet man in jeder Ecke schicke Cafés und Boutiquen. Das restaurierte Hanok von fast 100 Jahren beherbergt Restaurants und Bars, die tagsüber als Wohnhaus genutzt werden, aber nachts die Gebäude mit Lichtern für Cafés und Speisen beleuchtet sind. Besucher*innen erleben hier eine „tageszeitliche Erfahrung“ der Koreaner – nicht nur Fotos machen, sondern das tägliche Leben des Viertels spüren.

Ähnliche Goleums wie Iksun‑Dong oder Hwanghak‑Dong zeigen ebenfalls ähnliche Trends. Sie besitzen alte Wohnhäuser und verwinkelte Gassen zwischen den Gebäuden, in denen die Seoul Tower und der „Döhr“ sichtbar sind; zudem bleiben traditionelle Läden und Supermärkte erhalten. Ein Goleum mit Spielplätzen für Kinder ist ein hervorragendes Beispiel für das Konzept des „Lebens‑Erlebnisses“.

Das Bild von K‑Golemus geht über klassische Sehenswürdigkeiten hinaus: es betont das neue Tourismusmodell, echte Lebens­erfahrung zu bieten. Die Kosten sind vergleichsweise gering – im Vergleich zu Bäckereien und gehobenen Restaurants kosten Goleums und Märkte nur wenige Tausend Won bis 10 000 Won für vielfältige Speisen. Diese Faktoren erklären, warum Auslandsreisende die Goleums von Seoul besuchen.