Der koreanische Aktienmarkt hat die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten vollständig abgeschüttelt und neue Rekorde aufgestellt. Der KOSPI-Index übertraf das vor dem Kriegsausbruch erreichte Allzeithoch und erreichte damit einen historischen Gipfel. Dies wird als Ergebnis eines massiven Zustroms ausländischen Kapitals gedeutet, angetrieben durch die Erwartung einer soliden Ergebnisverbesserung bei einzelnen Unternehmen. Da sich das Interesse der Anleger eher auf die Fundamentaldaten, also die Unternehmensergebnisse, als auf kurzfristige Risikofaktoren konzentrierte, gewann die Börse wieder an Schwung.

In der Schlussauktion des 21. stieg der KOSPI um 2,72 Prozent auf 6.388,47 Punkte und übertraf damit nach 37 Handelstagen den bisherigen Rekordschlussstand vom 26. Februar. Der Markt zeigte von Handelsbeginn an eine Aufwärtskurve, begünstigt durch aktive Käufe ausländischer Investoren, und dieser Schwung riss auch am Nachmittag nicht ab. Insbesondere zeigte sich ein dramatischer Aufschwung mit einem Sprung von etwa 26 Prozent gegenüber Ende letzten Monats. SK Hynix durchbrach die 1,2-Millionen-Won-Marke und markierte ein neues Allzeithoch, während LG Energy Solution und Samsung SDI, repräsentativ für den Sekundärbatteriesektor, jeweils um mehr als 11 Prozent bzw. 19 Prozent stark zulegten.

Die zentrale Triebkraft für die Marktbewegung war vor allem der Optimismus hinsichtlich der Unternehmensergebnisse. Ausgehend von der Ankündigung der guten Zahlen von Samsung Electronics für das erste Quartal wurden Aussichten auf eine Gewinnverbesserung bei großen inländischen Unternehmen gestellt, was die Anlegerstimmung schnell erholte. Laut der Korea Exchange kauften ausländische Investoren an diesem Tag nicht nur netto über 1 Billion Won ein, sondern haben seit Beginn dieses Monats auch kumuliert mehr als 5 Billionen Won in den Markt gepumpt. Dies stellt eine vollständige Umkehrung des Trends zu massiven Nettoverkäufen dar, der im Monat nach Kriegsbeginn anhielt.

Börsenexperten sind sich einig, dass sich der Schwerpunkt des Marktes eindeutig in Richtung Unternehmensergebnisse verlagert. Ein Analyst eines Wertpapierhauses analysierte: "Der Markt wird gegenüber Kriegsrisiken allmählich unempfindlicher" und "die Verbesserung der Rentabilität der Unternehmen etabliert sich als wichtigerer Maßstab für Investitionsentscheidungen." Auch globale Investmentbanken passen sich diesem Trend an und erhöhen ihre Kursziele für den KOSPI-Index. Goldman Sachs erhöhte sein 12-Monats-Ziel auf 8.000 Punkte, und JP Morgan legte eine Prognose von bis zu 8.500 Punkten vor.

Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des KOSPI wird auf etwas über 8 bewertet. Dies ist ein deutlich niedrigeres Niveau im Vergleich zu wichtigen Märkten wie den USA oder Japan, und die vorherrschende Meinung ist, dass die Aktien angesichts des steigenden Unternehmensgewinnwachstums immer noch unterbewertet sind. Insbesondere wird neben der Halbleiterbranche auch in verschiedenen Sektoren wie Bau, Energie und Wertpapieren eine Ergebnisverbesserung erwartet, was die Möglichkeit einer Ausweitung der Marktsteigerungen nahelegt. Einige Experten nannten als nächste Wachstumstreiber die sogenannten "Itaewon"-Aktien (Sekundärbatterien, Solarenergie, Kernkraft) und erwähnten zusätzliche Kaufgelegenheiten.

Letztendlich schreibt der koreanische Aktienmarkt basierend auf der soliden Stütze solider Unternehmensergebnisse, die selbst durch externe Schocks nicht erschüttert werden, neue Rekorde. Selbst angesichts der großen Unsicherheit des Krieges wählten die Anleger den in Zahlen nachweisbaren Unternehmenswert, und infolgedessen hat der Markt eine Grundlage für einen neuen Sprung nach vorn geschaffen. In der aktuellen Zeit vor der Ergebnissaison konzentriert sich die Aufmerksamkeit des Marktes darauf, wie hoch die Kurse noch steigen können.