Eine neue Server-Serie wurde vorgestellt, die es ermöglicht, KI und Datenanalyse sowie Automatisierungsaufgaben auch in räumlich engen und anspruchsvollen Umgebungen wie Filialen, Fabriken oder Funkmasten reibungslos durchzuführen. Da sich der Fokus der Datengenerierung schnell von zentralisierten Großanlagen hin zu den tatsächlichen Einsatzorten verlagert, hat sich die Erkenntnis verbreitet, dass Anwendungen mit geringer Latenz die Daten dort verarbeiten müssen, wo sie entstehen. Um diesem Trend zu entsprechen, wurden Hardware-Lösungen eingeführt, die es erlauben, KI-Arbeitslasten direkt in dezentralen Umgebungen wie Kommunikationsausrüstung, Logistiklagern, Einzelhandelsfilialen oder Rüstungseinrichtungen auszuführen, zusammen mit Softwarepaketen zur effizienten Steuerung.

Der Kern dieser Strategie ist der neue Produktlinien unter dem Vision „Computing außerhalb des Rechenzentrums". Das neu vorgestellte Chassis ProLiant Compute EL2000 basiert auf zwei Arten von 12-Generation-Server-Node, dem EL220 und dem EL240. Der EL220 zeichnet sich durch seine geringe Höhe aus und bietet eine hohe Dichte, da zwei Einheiten auf einer externen Plattform gestapelt werden können. Im Gegensatz dazu nutzt der EL240 einen größeren Raum, um die Skalierbarkeit zu maximieren; er ist mit zusätzlichen Speichergeräten sowie NVIDIA RTX-Prozessoren der Klasse 4500 und 6000 ausgestattet, um anspruchsvolle KI- und Analysearbeiten zu bewältigen. Auch das bestehende Edge-Server-Modell ProLiant DL145 Gen11 ist als eine verbesserte Version mit gesteigerter Leistung und Nutzbarkeit in die Produktlinie aufgenommen worden.

HPE hat diese Designphilosophie als perfekt auf enge Räume und raue Umgebungen abgestimmt beschrieben. Der verbesserte DL145 Gen11 nutzt ein 2U-Rugged-Formfaktor, der eine Installation in Standard-Racks ermöglicht und gleichzeitig Langlebigkeit sicherstellt; er ist zudem für den Betrieb in Umgebungen mit Temperaturen bis zu 55 Grad Celsius optimiert. Besonders dieses Modell ist mit AMDs Epic 8005-Prozessoren ausgestattet, was einen leisen Betrieb ermöglicht und den Einsatz von normalen Büros bis hin zu heißen Einsatzorten erlaubt. Zudem wurde die „ProLiant DL145 Gen11 Premier Solution" entwickelt, um den Bedarf von Unternehmen zu erfüllen, die Azure-Dienste von Microsoft in isolierten Netz-Umgebungen, getrennten Infrastrukturen oder privaten Clouds lokal betreiben möchten; dies hat die Cloud-Interoperabilität in Edge-Umgebungen revolutionär verbessert.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ankündigung liegt nicht nur in der Bereitstellung von Hardware, sondern auf integrierten Management-Funktionen. „iLO" bietet grundlegende Sicherheit und Fernsichtbarkeit, während „HPE Compute Ops Management" dies auf die Cloud erweitert, sodass Server, die in verschiedenen Regionen verstreut sind, wie ein globales Gerätcluster überwacht und betrieben werden können. Da die Anzahl der dezentralen Edge-Infrastrukturen zunimmt und die Komplexität der Anzahl der Geräte und Installationsorte wächst, ist die Fähigkeit zur zentralen Verwaltung durch Software ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Implementierung. Bereits Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie Convenience-Store-Betreiber, Engineering-Firmen, Geoinformationsunternehmen und Lebensmittelverarbeiter setzen ihre eigenen Edge-Server in echten Betriebsumgebungen ein.

Dieser Trend deutet darauf hin, dass Edge-Computing über eine reine unterstützende Infrastruktur hinaus zum zentralen Pfeiler der KI-Verbreitung geworden ist. Da Unternehmen zunehmend dazu neigen, Daten direkt am Ort der Entstehung zu verarbeiten, anstatt sie alle in die Mitte zu verlagern, ist der Wettbewerb auf dem Markt für Edge-KI-Server, der Produkte mit Leistung, Langlebigkeit und Fernmanagement-Fähigkeiten kombiniert, voraussichtlich härter. Während der Aufbau einer Infrastruktur, die in der Lage ist, intelligente Entscheidungen in Echtzeit direkt neben der Entstehung der Daten zu treffen, zu einer zwingenden Aufgabe geworden ist, wächst die Bedeutung der damit verbundenen Technologien und Lösungen zusehends.