Die Studie hat ergeben, dass börsennotierte Unternehmen, die ihre Dividenden häufiger ausschütten, systematisch geringere Risiken aufweisen. Laut einem Bericht der Koreanischen Forschungsinstitut für Finanzwesen (KFI), der im Mai 2026 veröffentlicht wurde, weisen Unternehmen, die mindestens halbjährlich Dividende auszahlen, im Vergleich zu solchen, die nur jährlich zahlen, in mehreren Analysemodellen deutlich niedrigere Betas.

Der Bericht untersuchte zwischen 2010 und 2024 10 715 börsennotierte Firmen aus dem KOSPI- und KOSDAQ-Markt. Unter Verwendung von Paneldaten bestehend aus 10 715 Unternehmens-Jahresdaten wurde eine OLS‑Panelregression in Kombination mit Differenzierungsmethoden sowie Trendanalysen durchgeführt. Auf Basis der theoretischen Annahmen zu Informationskosten, Transaktionskosten und Investitionsdauer untersuchte die Analyse den Zusammenhang zwischen Dividendenhäufigkeit und Beta. Das Ergebnis zeigte, dass bei steigender Häufigkeit von Dividenden das Beta tendenziell sinkt; insbesondere im KOSDAQ-Markt, wo die Transaktionskosten höher sind, weisen Unternehmen, die quartals Dividende zahlen, noch niedrigere Betas auf.

Der Bericht interpretiert den negativen Zusammenhang zwischen Dividendenhäufigkeit und systematischem Risiko. Er betont, dass der Anteil von Quartalsdividenden an der Gesamtauszahlung nur 0,6 % beträgt, womit die Resultate als „evidenzielle Beweis“ zu werten sind. Trotz Kontrolle über weitere Faktoren bleibt der negative Zusammenhang bestehen; Folglich kann die Dividendenhäufigkeit als unabhängige Unternehmenspolitikvariable fungieren.

Aus politischer Sicht empfiehlt der Bericht, in Korea die Diskontierungs- und Wertschöpfungsrichtlinien zu stärken, um halbjährliche bzw. quartals Dividendenauszahlungen zu fördern. Maßnahmen wie Verbesserung von Dividendenstandards, Erleichterung von Regulierungen sowie Anreize für Unternehmen sollen die Marktvolatilität und das Corporate Governance verbessern. Die Studie weist darauf hin, dass sie nicht die kausale Beziehung zwischen Dividendenhäufigkeit und systematischem Risiko nachweist; weitere Untersuchungen sind erforderlich, wobei Unternehmensspezifische Finanztätigkeiten, Branchenmerkmale und Marktestrukturen berücksichtigt werden sollten.