Der US-Finanzminister Ben Sente erklärte am Ende des vergangenen Juli, dass er mit Japan zusammengearbeitet habe, um den Yen zu kaufen. Er warnte vor möglichen negativen Folgen dieser Maßnahme für die Finanzmärkte und die gesamte Wirtschaft. Durch Medien wurde erklärt, dass es sich um eine gesetzlich fundierte Maßnahme auf Grundlage von Artikel 5302 der US-Gesetzgebung handelt; er betonte, dass ein starker Yen-Preisverfall Unsicherheit auf den Märkten und potenzielle Zinserhöhungen für die US-Wirtschaft und Unternehmen hervorrufen könne.

In einer öffentlichen Stellungnahme, veröffentlicht über Bloomberg und andere Medien, betonte Herr Sente, dass Japan ein wichtiges Land für US-Staatsanleihen sei. Er erklärte: „Japan hält die US-Staatsanleihen in großem Umfang und ist ein wesentlicher Handelspartner; gemeinsam mit Verbündeten sind sie empfindlich gegenüber Schwankungen des Yen-Marktes.“ Er warnte, dass ein starker Preisverfall des Yen dazu führen könne, dass Investoren ihre Anteile gleichzeitig verkaufen würden, was die globale Finanzmärkte destabilisieren könnte. Zudem wies er darauf hin, dass eine Erhöhung der US-Anleihenkäufe durch japanische Investoren zu fallenden Staatsanleihenpreisen und steigenden Zinsen führe.

Herr Sente stellte klar, dass der Kauf von Yen keine eigenständige Verordnung oder Ausführung darstellt. „Das in der Finanzbehörde eingesetzte ESF (Exchange Stabilization Fund) ist ein Mittel zur Stabilisierung des Devisenmarktes; diese Maßnahme beinhaltete keine neuen Anleihensätze und bot Japan keine zusätzlichen Ressourcen.“ Er erklärte ferner, dass die USA als erste Nation seit 1998 eine direkte Marktintervention in Form eines Yen-Kaufs vorgenommen haben und betonte, dass es sich um eine Kooperationsmaßnahme mit Japan handelte.

Herr Sente erinnerte erneut an die gesetzliche Grundlage des Artikels 5302 der US-Gesetzgebung, wonach die Regierung berechtigt sei, Devisenhandel zu betreiben. Er schloss ab: „Die USA streben durch den Kauf von Yen eine Stabilisierung des Finanzmarktes und die Vermeidung von Zinserhöhungen für die Wirtschaft und Unternehmen an.“