Die Datencenter-Branche ist zum Kern der KI- und Big‑Data‑Ära geworden. Während Unternehmen und Institutionen große Infrastrukturprojekte planen und bauen, stehen privaten Investoren ein Einstiegshindern – die Direktbesitzung eines Datencenters ist zu aufwendig. Hier kommt das REIT (Real Estate Investment Trust) als eine passivliche Investmentstruktur zum Einsatz: Ein Anleger sammelt Kapital, investiert es in Immobilien und verteilt die daraus resultierenden Mieteinnahmen sowie Wertsteigerungen an seine Anteilseigner – so kann man von Datencentern profitieren, ohne sie selbst besitzen zu müssen.
In den USA gibt es namhafte REITs wie Digital Realty Trust und Equinix. Letzter hat Verträge mit großen Multi‑ und Hyper‑Scale‑Anbietern geschlossen und erzielt hohe Mieteinnahmen; letzterer verfolgt ein kleines‑bis‑mittleres Kundenorientiertes Geschäftsmodell, das den Marktanteil steigert. Zum Beispiel verzeichnet Digital Realty Trust im zweiten Halbjahr 2023 einen durchschnittlichen Mietzuwachs von 25,4 % – in manchen Verträgen sogar bis zu 66,7 %. Solche Erträge sind auch bei niedrigen Zinsen noch stabil und die Aktienkurse von Digital Realty Trust stiegen um mehr als 31 % trotz einer Zinsrate‑Erhöhung von 57,7 bps im ersten Quartal des Jahres.
In der Börse gibt es ETFs wie SRVR (Paysera Benchmark Data & Infrastructure Real Estate) und DTCR (Global X Datacenter & Digital Infrastructure ETF). Beide Produkte umfassen Digital Realty, Equinix, American Tower etc. und erzielen Renditen von ca. 28 %, weit höher als SRVR. Dies resultiert aus der Einbeziehung einiger Memory‑Unternehmen und bietet Investoren ein breites Portfolio.
Auch in Korea gibt es Möglichkeiten zur Beteiligung an Datencenter-Branche. Ein Beispiel ist die ETF „Myti AI Data Center Value‑Chain Index Fund“ (K-REIT). Dieses Produkt investiert in Bau, Betrieb, Halbleit‑Geräte, Server, Netzwerke, Energie, Strom‑Infrastruktur und Kühlungssysteme – nach dem KAP‑AI‑Datencenter‑Value‑Chain‑Index. Es spiegelt die Wachstumsprognosen des koreanischen Datencenter‑Marktes wider. Laut dem „Korea Ende‑Field‑Wickelung“ prognostiziert das 2030‑Jahr den Ertrag von Colocation‑Mieteinnahmen auf ca. 41 Billionen Dollar und deutet damit die direkte Investition in koreanische Bau‑ und Betreibungsfirmen und Infrastrukturfirmen zu einem realen Gewinn bringt.