Der US-Arbeitsministerium veröffentlichte im August die Verbraucherpreisindex (CPI), der im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % gestiegen ist und die Markterwartungen erfüllt hat. Besonders der CPI ohne Energie- und Lebensmittelpreise stieg im Vergleich zum Vortag um 0,3 %, etwas höher als die von Experten vorhergesagte 0,2 %. Dadurch wird die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Zentralbank (Fed) deutlicher.

Laut Analyse des Chicago Mercantile Exchange (CME) steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinsatzanhebung um 0,25 % bei der Sitzung des Federal Open Market Committee am 16. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vortag, als die Chance um 11,2 % stieg und nun auf 16,3 % gestiegen ist. Die Preissteigerungen führen insbesondere durch steigende Energiepreise und Servicekosten zu höheren US-Staatsanleihen, sodass die Staatszinsen über 5 % steigen.

Der anhaltende Konflikt in der Mideast sowie die Rückgang von Saudi Arabiens Ölexporte haben die Energiepreise volatil gemacht. Laut OPEC-Berichte hat Saudi im August rund 3,03 Millionen Barrel Öl exportiert, etwa 33 % weniger als im Vormonat. Dadurch wurde das generelle Preissteigerungstempo beschleunigt.

Auch die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (ECB) hat den Anstieg der US-Staatszinsen beeinflusst. Die Kommentare von Präsident Donald Trump über Ausweitung seiner staatlichen Einnahmen und steigende Preise haben die Marktrisiken erhöht. Zusammen mit dieser Erwartung, dass Investoren bereits das Fed als in einen Zinserhöhungszyklus zu sehen scheinen.

Nach der Veröffentlichung des CPI stiegen US-Staatsanleihen für 10‑Jahre um stark an und kehren dann stabil. Der Analyst Jeff Schultz von Franklin Templeton sagte: „Investoren haben die Möglichkeit einer Fed-Zinserhöhung bereits vorhergesagt, sodass das Risiko reflektiert ist.“ Dies zeigt, dass Preissteigerungen die Marktvolatilität erhöhen und die Unsicherheit über die Wirtschaft, was ein Hinweis darauf ist, dass der Fed eine Zinsatzanhebung in Betracht ziehen kann.