Die Holland America Line hat eine neue Strategie vorgestellt, um die kommende Alaskan-Reise-Saison 2026 vorzubereiten. Diese Saison ist so konzipiert, dass sie über den bisherigen einfachen Tourismus hinausgeht und es den Gästen ermöglicht, die Naturlandschaften und die einzigartige Kultur Alaskas vertieft zu erleben. Zu den wichtigsten Kernfaktoren zählen die neu hinzugefügten Hafenbesuche, Bordbildungsprogramme sowie Premium-Gastronomie, die mit lokal bezogenen Zutaten zubereitet wird. Das Unternehmen kündigte an, ab dem 23. (Ortszeit) mit dem Eurodam, der in Seattle anlegen wird, die regulären Alaska-Fahrten offiziell zu starten. In dieser Saison sollen insgesamt sechs Schiffe, die in Seattle, Vancouver und Victoria basieren, mehr als 100 Fahrten durchführen. Das Fahrplanangebot reicht von kurzen Kreuzfahrten von etwa sieben Tagen bis hin zu Langstrecken-Reisen wie dem „Legendary Arctic Circle Solstice", um die Bedürfnisse der Reisenden abzudecken.
Das auffälligste Veränderung ist die massive Ausweitung der Landtour-Programme. Holland America fügt zum Alaska-Programm 2026 rund 25 neue Küstentouren hinzu, um das Erleben zu vertiefen. In Juneau werden Flugzeugboote, die den Norris-Gletscher erkunden, Paddelboote und Wanderwege angeboten, während in Anchorage ein Moose-Observations-Programm durchgeführt wird. Zudem wurden Gelegenheiten geschaffen, um die einzigartige Natur und Kultur der Region kennenzulernen, etwa durch Wanderungen im Kodiak-Küstenwald, einen Meeresfrüchte-Picnic und Erlebnisse im Sitka-Tlingit-Wald. An Bord wird jedes Reiseverlaufs einmal der „Glacier Day" angeboten, der Inhalte wie die Ankündigung der Gletscherbeobachtungszeiten, Kommentare, Hinweise zu Fotospots, Gletscher-Thema-Cocktails und sogar eine niederländische Erbsensuppe umfasst. Bei jeder Alaska-Reise wird mindestens einer der folgenden Ziele angesteuert: Glacier Bay Nationalpark, Hubbard-Gletscher, Dos-Gletscher oder Endicott Point. Falls keine Gletscherbesichtigung möglich ist, wird das „Glacier Guarantee" weiter angewendet, das 15 % des Kreuzfahrtpreises als Gutschrift für spätere Reisen vergütet. Dies dient dazu, Unsicherheiten aufgrund von Wetterbedingungen auszugleichen und den Kunden Sicherheit zu bieten.
Programme für Familienreisende werden ebenfalls ausgeweitet, um die Zugänglichkeit zu erhöhen. Das bisher nur in Ketchikan verfügbare „Teen Ranger"-Programm für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren wird ab diesem Jahr auf alle Alaska-Schiffe ausgeweitet. Dadurch können altersgerechte Aktivitäten in Verbindung mit Gletschererlebnissen auf allen Schiffen angeboten werden, während das „Junior Ranger"-Programm für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren weiterhin erhalten bleibt. Auch die Beobachtung von Wildtieren ist ein zentrales Angebot; jedes Schiff ist mit einem spezialisierten Wildtierexperten besetzt, und es werden Führungen bereitgestellt, die die wichtigsten Beobachtungspunkte entlang der Routen auflisten. An Land werden rund 180 entsprechende Touren angeboten, um symbolische Tiere Alaskas wie Mäuse, Bären und Meeressäuger direkt in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu können. In der Gastronomie wird das „Global Fresh Fish"-Programm betont, bei dem regional bezogene Fisch innerhalb von 48 Stunden auf den Tisch kommt. Einige Menüs von Chef Morimoto Masaharu werden auf den Alaska-Routen eingesetzt. Zudem werden Lachsbacken, Alaska-Brunches und Live-Cooking-Shows angeboten, während Barkeeper Sam Ross neue Spezial-Cocktails sowie sechs lokale Craft-Biersorten einführt.
Das Produkt „Cruisetour", das den Nationalpark Denali und die Region Yukon verbindet, wird ebenfalls massiv gestärkt. Es werden Reisepläne von 9 bis 17 Tagen angeboten, wobei einige Pauschalen den Aufenthalt von 1 bis 3 Tagen im Nationalpark Denali umfassen und bis in den kanadischen Yukon führen. Die Tatsache, dass die Alaska-Kreuzfahrt und die Landreisen nach Denali und Yukon als ein Paket angeboten werden, wird als großer Differenzierungsfaktor bewertet. Um die Infrastruktur der Unterkünfte in Denali zu verbessern, wurden rund 70 Millionen Dollar investiert; einige Verbesserungen wie Wanderwege am Fluss, Aussichtsplattformen, Renovierungen der Zimmergebäude, neue Kaffeeausstattungen und Remodeling von Restaurants sind bereits abgeschlossen, und die Menüplanung unter Berücksichtigung lokaler Zutaten läuft ebenfalls. Zu den Schiffen, die in dieser Saison betrieben werden, gehören unter anderem der Koningsdam, Eurodam, Nieuw Amsterdam, Noordam, Westerdam und Zandam. Repräsentative Produkte sind die 7-tägige Rundreise zwischen Seattle, die Rundreise Vancouver-Inside Passage, die Touren mit Verbindung zu Denali und Yukon sowie die 18-tägige große Wald-Entdeckungsreise. Diese Ankündigung zeigt, dass der Alaska-Kreuzfahrtmarkt von der Ausweitung der Routen hin zu einem Wettbewerb um die „Qualität der Erfahrung" wandelt. Die Strategie, Gletscherbeobachtungen, Wildtiere, lokale Speisen und bildungsorientierte Programme in einem Paket zusammenzufassen, um den Aufenthaltswert zu erhöhen, wird deutlich. Während die Nachfrage nach Reisen beständig bleibt, geht die Branche nun davon aus, dass es nicht mehr darum geht, „wohin man fährt", sondern „wie tief man einsteigt".