Die internationalen Finanzmärkte befinden sich seit kurzem in einem Zustand schwerer Instabilität, ausgelöst durch die eskalierende Lage im Nahen Osten und die harte US-Außenpolitik. Während die Ölpreise schlagartig steigen und der Dollar erneut an Wert gewinnt, durchläuft der weltweite Aktienmarkt eine allgemeine Korrektur, die eine deutliche Risikoaversion widerspiegelt. Laut den Daten des International Financial Centers vom 24. Tag hat die Besorgnis, dass der Konflikt zwischen Myanmar und dem Iran langwierig werden könnte, die Volatilität auf den gesamten Märkten geschürt: Die Aktienindizes sanken um 0,4 %, der Dollar-Index stieg um 0,2 % und die Zinsen legten ebenfalls um 2 Basispunkte zu – alles deutet auf eine zunehmende Marktunsicherheit hin.

Insbesondere der internationale Rohölpreis stieg um mehr als 3 % und löste neue Besorgnisse über eine Wiederkehr der Inflation aus, was nun einen Teufelskreis aus steigenden US-Staatsanleihenrenditen in Gang setzt. Während die Präferenz für sichere Vermögenswerte den Dollar-Index kontinuierlich in die Höhe treibt, leiden der Euro und der Yen unter Schwäche. Präsident Donald Trump gab bekannt, dass er nur dann mit dem Iran übereinstimmen werde, wenn die Bedingungen für die USA erfüllt sind, was die Möglichkeit einer Verzögerung der Verhandlungen offenbart. Zudem erwähnte er den Befehl, Schiffe zu versenken, die Minen im Hormus-Sund entfernen sollen, und kündigte eine Ausweitung der Minenräumungsoperationen an, was die militärischen Spannungen weiter anheizt. Dies unterstreicht deutlich, dass die Angst vor Energiepreisen langfristig bestehen bleiben könnte, was mit der Botschaft einhergeht, kurzfristige Ölpreisanstiege zu akzeptieren.

Die makroökonomischen Indikatoren senden widersprüchliche Signale und verwirren die Richtung des Marktes. Der US-amerikanische S&P Global Purchasing Managers Index für April stieg auf 52,0 und zeigt weiterhin eine expansive Konjunktur, angetrieben durch einen Anstieg der neuen Aufträge in der Fertigung. Allerdings gibt es auch die Einschätzung, dass die Produktionsausweitung möglicherweise nur eine vorübergehende Reaktion auf Sorgen über Lieferengpässe aufgrund des Krieges ist. Gleichzeitig steigen die Input- und Output-Preise, was den Druck der Inflation wiederbelebt, und die Anzahl der neuen Arbeitslosenversicherungsanträge überstieg die Erwartungen, bleibt aber bei etwa 200.000, was trotz eines stabilen Arbeitsmarktes die Erwartungen an eine Zinssenkung durch die Federal Reserve schwächt.

Die konjunkturellen Entwicklungen in den Regionen laufen extrem gegensätzlich ab. Der EZB-Kaufkraftindex für die Eurozone sank auf 48,6 und markiert den Eintritt in eine Kontraktionsphase, verursacht durch die gleichzeitige Wirkung der Nachfrageabschwächung infolge des Nahostkrieges und der Preissteigerungen. China hingegen sieht sich mit Analysen konfrontiert, die eine positive Auswirkung auf den Aktienmarkt erwarten, da ein Durchbruch am Boden der Immobilienkonjunktur erwartet wird. Japan hält einen langsamen Erholungstrend aufrecht, stärkt aber die Zusammenarbeit mit den USA zur Gegenwehr gegen die Yen-Schwäche und lässt auch die Möglichkeit einer Währungseingriffe offen. Die als Schlüsselvariable hervorgehobenen Ölpreisanstiege, Kriegsrisiken und geldpolitischen Pfade wirken als Hauptfaktoren für die Erweiterung der Marktvolatilität. Das Ergebnis ist, dass der Markt derzeit in eine Phase eingetreten ist, in der robuste Konjunktur, eine neue Inflationsspirale und geopolitische Risiken kollidieren, was eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine anhaltende Expansion der Volatilität im kurzfristigen Zeitraum nahelegt.