Eine Analyse der jüngsten Trends auf den US-Finanzmärkten zeigt, dass die Präferenz ausländischer Investoren für US-Staatsanleihen keineswegs nachgelassen hat. Allein im Februar haben ausländische Kapitalströme die Haltebestände an US-Staatsanleihen um mehr als 200 Milliarden US-Dollar erhöht und damit einen beispiellosen Rekordeffekt erzielt. Insbesondere Japan und Großbritannien haben die Marktumstände proaktiv analysiert und große Kaufoperationen durchgeführt, während China den entgegengesetzten Weg gewählt und seinen Anteil schrittweise reduziert hat – ein kontrastreiches Verhalten, das die Polarisierung im globalen Markt für Asset-Allocation deutlich zutage fördert.

Laut den neuesten Statistiken, die vom US-Finanzministerium veröffentlicht wurden, belief sich der Bestand an US-Staatsanleihen, den im Monatsende Februar ausländische Institutionen und Privatpersonen halten, auf ganze 9,49 Billionen US-Dollar. Dies stellt einen Anstieg von etwa 200 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vormonat dar und markiert damit ein historisches Hoch. Analysten erklären, dass 84 % des gesamten Bestands, nämlich 7,76 Billionen US-Dollar, aus langfristigen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, während der Rest aus kurzfristigen Anleihen besteht. Über die letzten 12 Monate hinweg ist der Bestand an Staatsanleihen ausländischer Investoren kontinuierlich gestiegen und hat insgesamt 587 Milliarden US-Dollar zugelegt; dies deutet auf ein hohes Marktvertrauen in die Fähigkeit der USA, ihre Schulden zu tragen.

Das Verhalten der wichtigsten Halterstaaten zeigt einen extremen Kontrast. Derzeit größter Halter, Japan, hat allein im Februar 14 Milliarden US-Dollar zusätzlich gekauft, sodass der Gesamtbestand auf 124 Milliarden US-Dollar stieg – das höchste Niveau seit Februar 2022. Da die Zinssätze innerhalb Japans relativ niedrig sind, setzen institutionelle Investoren auf eine Strategie, die sich auf die konzentrierte Kauf von ausländischen Vermögenswerten, insbesondere US-Staatsanleihen, mit höheren garantierten Renditen konzentriert. Auf dem zweiten Platz folgt Großbritannien, das 17 Milliarden US-Dollar hinzugefügt und einen Gesamtbestand von 89,7 Milliarden US-Dollar erreichte, was das zweitnächsthöchste Niveau in der Geschichte darstellt. Im Gegensatz dazu, auf dem dritten Platz, hat China Staatsanleihen im Wert von 10 Milliarden US-Dollar verkauft und seinen Bestand auf 69,3 Milliarden US-Dollar reduziert. Dies wird als Teil einer Strategie zur Diversifizierung der Vermögenswerte infolge der Verschärfung der Spannungen zwischen USA und China interpretiert und wird als eine langfristige Verkaufsneigung gedeutet.

Trotz des Hinweises einiger Länder, angeführt von China, auf eine Politik der „De-Dollarisierung", beweist die Tatsache, dass ausländische Investoren einen neuen historischen Höchststand für ihre Bestände an US-Staatsanleihen erreicht haben, dass die Hegemonie des Dollars im globalen Finanzsystem nach wie vor stark ist. Unter der Voraussetzung, dass derzeit keine anderen Vermögenswerte mit einer überwältigenden Liquidität und Sicherheit vorhanden sind, die US-Staatsanleihen ersetzen könnten, stützen die aggressiven Kaufströme wichtiger Länder wie Japans und Großbritanniens das unverändernde Marktvertrauen in Dollar-Vermögenswerte. Dieses Phänomen zeigt einen Trend, bei dem Institutionen in jedem Land in Krisenzeiten letztlich zum Dollar zurückkehren, während geopolitische Veränderungen häufig auftreten. Daher wird die These der „De-Dollarisierung" als zu früh für einen echten Machtwechsel angesehen, und die Herrschaft des Dollars bleibt weiterhin fest verankert.