Seit dem Anstieg des KOSPI über die 9000-Marke im Juni hat sich der Kurs von Aktien deutlich stabilisiert, und damit auch das Handelsvolumen von börsengehandelten Fonds (ETF) stark abgenommen. Laut der Korea Exchange betrug das gesamte gehandelte Volumen an ETF zwischen dem 1. und 17. Juli etwa 215 trillionen Won, wobei der durchschnittliche tägliche Handelssaldo bei rund 16 trillionen Won lag – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 38 trillionen Won in Juni.
Auch die Daten aus den vorangehenden Monaten zeigen dieselbe Tendenz: Im Juli betrug das Volumen 33,2908 trillionen Won, im August 17,6241 trillionen und im September 16,6036 trillionen, was eine kontinuierliche Abnahme seit Juni.
Das Handelsvolumen selbst ließ ebenfalls nach. Im Juni wurden 12,6250 Milliarden Anteile gehandelt; im Folgenden Monat waren es 10,1750 Milliarden, und aktuell nur noch 7,8940 Milliarden – ein deutlicher Rückgang, der mit der KOSPI-Korrektur zusammenhängt.
Diese Abnahme des Handelsvolumens spiegelt die Änderung des Kapitalflusses bei privaten Investoren wider: Während der KOSPI in der 6000‑Band schwankt, suchen private Anleger nach Strategien zur Erzielung von Gewinnen über Dividenden und Optionsprämien. In den Tagen vom 1. bis 17. Juli erwarb das ETF „KODEX 200 Target Clicker Bird Call“ einen Netto-Kauf von 2,197 Milliarden Won – die zweithöchste Nettokaufhöhe unter privaten ETFs.
Beispielhaft belegte das “RISE Korea High‑Tech‑Industry Targeted” bei 928 Milliarden Won und rangierte sechst; „KODEX 200 Bird Call Active“ erzielte 512 Milliarden Won und rangierte zehnst. Diese Bird‑Call‑ETFs besitzen die Möglichkeit, Optionen von Grundwerten zu verkaufen und damit Prämien zu erbitten, die sie als Ertrag wieder verteilen können.
Dieses Phänomen illustriert, wie börsengehandelte Fonds im heimischen Markt auf Marktveränderungen reagieren und private Investoren sich zunehmend über neue Gewinnstrategien bewegen, jense weit über traditionelle Aktieninvestitionen hinaus.