Von den vier zuletzt börsennotierten ETFs haben drei ein komprimiertes Modell gewählt, das etwa die Hälfte seines Kapitals in Unternehmen mit hohem Gewicht investiert. Da Unternehmen wie Samsung Electronics und SK Hynix als Schlüsselindikatoren gelten, kann die Volatilität dieser Titel sich auf alle ETFs ausweiten.

Zu den notierten Produkten gehören „KODEX US AI Memory TOP2+“ (Samsung Asset Management), „HANARO US Pre‑Tech AI TOP2+“ (NH Amundi Asset Management) sowie „PLUS Korea HBM Semiconductor“ und „PLUS AI Semiconductor Small‑Cap Active“ (Hanwha Asset Management). Die zweite und dritte Produkte investieren etwa 50 % in die beiden Top‑Gewichtunternehmen, während die restlichen 8 Titel zur Diversifikation genutzt werden.

Zum Beispiel investiert KODEX in Unternehmen wie Microtechnology und Sandisk, also US-basierte Memory‑Semikonduktoren, während HANARO sich auf globale IT-Unternehmen wie Microsoft und Alphabet konzentriert. „PLUS Korea HBM Semiconductor“ weist die Anteile von SK Hynix und Samsung Electronics jeweils zu 26 % bzw. 24 % aus.

Da das komprimierte Modell Volatilität erhöht, müssen Investoren vorsichtig sein. Futurist Yoon Jae‑Hong erklärt: „Inländische Investoren tendieren zur Konzentration auf Großunternehmen, aber ein komprimiertes ETF kann die Volatilität im Vergleich zu diversifizierten ETFs signifikant erhöhen.“ Besonders wenn hohe Gewichtung in hohem Aktien auftreten, birgt das Risiko für das gesamte Portfolio.

Diese Tendenz zeigt, dass neu börsennotierte komprimierte ETFs Chancen durch Konzentration auf wenige große Unternehmen bieten, gleichzeitig jedoch Risikomanagement erfordert. Investoren sollten die Gewichtung der einzelnen Titel und Marktvolatilität genau prüfen und ihre Portfolios entsprechend anpassen.