Die Federal Reserve (Fed), im Folgenden „Fed“ genannt, hat in letzter Zeit mehrfach Zinserhöhungen vorgenommen. Diese Politik wurde Ende 2023 gestartet und erhöht den Leitzinszinssatz schrittweise um jeweils 0,5 Prozentpunkte; aktuell liegt er bei 4,75 %. Wir untersuchen, wie sich diese Veränderungen auf den koreanischen Finanzmarkt auswirken.

Erstens wirkt die Zinserhöhung der Fed unmittelbar als Druck auf die Kreditvergabequoten der koreanischen Banken. Wenn der Leitzinszinssatz steigt, steigen auch die Kosten für Bankkredite, was das Angebot von Krediten verteuert und damit sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen davon abhält, neue Kredite aufzunehmen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen zeigen eine Tendenz, ihre Investitionspläne aufgrund der höheren Kreditkosten zurückzustellen.

Zweitens hat die Zinserhöhung Auswirkungen auf den koreanischen Aktienmarkt. Sobald der Leitzinszinssatz der Fed steigt, wird der Dollar stärker, was zu einer Abnahme des Wechselkurses zwischen dem US-Dollar und dem Koreanischen Won führt. Dieser Rückgang im Wechselkurs verringert sowohl die Aktienkurse als auch die Unternehmenswerte in Korea. Zusätzlich kann die Zinserhöhung die Ausleihe von ausländischem Kapital hemmen und dadurch die Liquidität des koreanischen Kapitalmarktes reduzieren.

Drittens verschärft sich langfristig die Sorge um die Volatilität der Finanzmärkte. Wenn die Fed ihre Zinspolitik ändert, können auch globale Anleihenmärkte betroffen sein, was die weltweite Investoren dazu zwingt, ihr Portfolio neu zu strukturieren. Korea muss daher Kapitalzuflüsse und Kreditvergabe regulieren, um die Stabilität des Marktes sicherzustellen.

Schliessend ist es dringend erforderlich, dass koreanische Finanzinstitute ihre Kreditstrukturen ändern und langfristige Strategien entwickeln. Dafür müssen Regierung und Zentralbank transparenten Politikkommunikationen bereitstellen und den Marktteilnehmern verlässige Informationen bieten. Wenn diese Bemühungen fortgesetzt werden, kann der koreanische Finanzmarkt resilient auf die weltweiten wirtschaftlichen Veränderungen reagieren.