Der in der Stadt Seogwoong, Korea veranstaltete „Purolo & Tayo“-Themenpark wurde am 17. Tag mit dem Spitznamen „IDEE President“ für die Besucher beworben, um die Bekanntheit zu steigern. Dabei kam es jedoch zu einem Vorfall, bei dem das Charakterbild des Unternehmens als „Teepro“ verspottet wurde. Das Management von Jusi, dem Betreiber, erklärte, dass der Einsatz von geistigem Eigentum nicht zulässig sei und reduzierte deshalb die Eintrittsgebühr auf die Hälfte.

Ein Themenpark wie IDEE, der globale IP nutzt, hat Vorteile hinsichtlich Besucherverhalten und Gewinnpotenzial. Doch Inhalte, die ausschließlich auf die Markenkonnizität des Charakters setzen, haben ein schwieriges Geschäftsmodell: Es fehlt an wiederkehrenden Inhalten wie Pflanzen oder Shows, sodass Besucher häufig nur einen einzigen Aufenthalt absolvieren. Dieses Phänomen zeigt sich auch bei „LegoLand“ und „Marsland Park“.

„LegoLand“ hat nach seiner Eröffnung im Jahr 2019 nur etwa 30 % des Zielniveaus erreicht und die Umsatzprognosen blieben unter den Erwartungen, was darauf hinweist, dass das Inhalten nicht anhaltend attraktiv war. Auch „Marsland Park“ hat zwar große Investitionen getätigt, aber langfristig bleibt dessen Wachstum ungewiss.

Die Beziehung von Investor und Betreiber hat großen Einfluss auf den Betrieb des Themenparks. Zum Beispiel besitzt „Purolo & Tayo“ eine Beteiligung von 4,16 % an einem Investor, während das aktuelle Eigenkapital bei Null liegt. In solchem Zustand muss man Eintrittsgebühr oder die Einführung eines „Minimal Entry Customer Vertrag“ in Erwägung ziehen.

Aus der Literatur folgt, dass regionale Themenparks nicht nur Spielstätten, sondern auch Unterkünfte und öffentliche Einrichtungen umfassen sollten. Wenn ein berühter Charakter die Besucher anlockt, so ist es notwendig, dass Inhalte und Service kontinuierlich verbessert werden; das stellt eine neue Herausforderung für Betreiber und Investoren dar.