Laut einem Bericht von CNBC in den USA haben die Top‑20-Unternehmen im Bereich KI und Halbleiter in den letzten 12 Tagen einen Gesamtwert von über 1 Billion US-Dollar an Marktanteil verloren. Bei einem Wechselkurs von 1 USD = 1340 KRW entspricht das etwa 1340 Billionen Koreanischen Won. Der größte Kursrückgang verzeichnet Nvidia, deren Aktienkurs in diesem Zeitraum um 5,3 % gefallen sind und dadurch ein Marktkapital von 291 Mrd. US-Dollar reduziert wurde.
Nvidia folgte die Verluste von SK Hynix und Samsung Electronics, wobei beide Unternehmen jeweils um 9,5 % bzw. 11,1 % zurückfielen. Der KOSPI-Index sank um 7,57 %, sodass ein Handelsstop eingeleitet wurde; an der New Yorker Börse fiel Nvidias Kurs um 1,8 % und Intel sowie AMD fielen jeweils um 2,8 % bzw. 1,5 %.
Der führende Halbleiterkonzern TSMC hatte seine Quartalsziele übertroffen, doch die Aktienkurs sank bei den großen Börsen um 2 % und sogar um 1,8 % an der ADR. Solche Entwicklungen werden teilweise als Reaktion auf die verstärkte Vertrauenskrise der Investoren interpretiert.
Ein wesentlicher Grund für diesen Kursrückgang ist die US-Politik bezüglich Zinserhöhungen: Mit einer stärkeren Inflation als erwartet könnten weitere Zinserhöhungen im laufenden Jahr folgen, was den Kapitalaufwand für Unternehmen, die KI-Datencenter bauen, erhöht. Sowohl Nvidia als auch sein eng verbundenes Unternehmen Koeriv (vermutlich "Koervib") sehen sich dadurch höhere Finanzierungskosten und damit ein erhöhter Investorenunbehagen.
Die Möglichkeit einer erweiterten Produktion in China wirft noch einen weiteren Schock auf die koreanische Memory-Industrie: Das chinesische Unternehmen Cxmt (CXSMT) hat eine neue D‑RAM-Struktetechnologie vorgestellt, wodurch Samsung Electronics und SK Hynix mögliche Engpässe im Lieferketten reduzieren könnten. Ob diese Technologie jedoch in großem Umfang produziert wird und konkurrenzfähig ist, bleibt noch unklar. In solchem Kontext beobachten die Marktteilnehmer das Potenzial der chinesischen Anbieter für eine Produktionsexpansion aufmerksam.