In jüngster Zeit besteht die Befürchtung, dass der Konflikt zwischen den Mitarbeitern im Taiwan-Plant von Mikron in den USA zu einem Streik eskalieren könnte. Dieses Ereignis scheint die weltweite Versorgung mit Speicher (DRAM·HBM) stark zu beeinträchtigen.

Der Taiwan-Plant macht etwa 22 % der gesamten Produktion von Micron aus und würde bei einem Streik erhebliche Unsicherheit in der Lieferkette verursachen.

Micron hat laut Reuters am 20. des Monats angekündigt, dass der Streik für den 22. Oktober geplant sei. Basierend auf dem Streik-Votum mit einer Erfolgsquote von 99 %, fordert Micron rund 15 % des globalen Umsatzes und verhandelt.

Besonders die Taiwan-Plant ist ein Kernproduktionsnetzwerk, was auch im Bereich High‑Bandwidth Memory Einfluss hat.

Der Leiter der KB-Research-Abteilung Kim Dong‑Won betonte: „Die Eskalation des Konflikt könnte sich direkt auf die Speicherverfügbarkeit auswirken.“ Er fügte hinzu, dass die Verhandlungen mit den Mitarbeitern noch laufen, aber ein Streik noch nicht beschlossen sei und dass eine Eskalation das gesamte Netzwerk weiter beeinträchtigen könne.

Er erklärte ferner, dass bei einer langfristigen Eskalation der Einfluss auf die Lieferkette weitreichender sein könnte. Zudem warnt er, dass bei einem Streik Produktionsausfälle und Verzögerungen folgen würden, was wiederum die Preisgestaltung von Samsung Electronics und SK Hynix stärken könne.

Insgesamt gilt die Ankündigung eines Mikron-Streiks als neue Risiko‑Variable für den Speicher­markt. Die potenziellen Produktionsausfälle im Taiwan-Plant könnten sich unmittelbar auf die globale Versorgung und Preisstabilität auswirken, was sowohl Samsung Electronics als auch SK Hynix in der Lage versetzen könnte, ihre Verhandlungspositionen zu nutzen und damit ihre Profitabilität zu steigern.