In der globalen Finanzbranche hat sich die Einschätzung der koreanischen Wirtschaft in jüngster Zeit rapide in eine positive Richtung gewandelt. Während lange Zeit die Sorgen über eine Wachstumsverlangsamung dominiert hatten, hat die weltweite Investmentbank JP Morgan Asset Management ihre Prognose für das diesjährige koreanische Wirtschaftswachstum deutlich nach oben korrigiert. Konkret hat Ökonom Park Seok-gil in am 23. veröffentlichten neuesten Wirtschaftsprognosebericht die Wachstumsprognose für dieses Jahr von 2,2 % auf 3,0 % angehoben. Dies ist ein Niveau, das nicht nur die Prognosen, die unter der Führung der Bank of Korea und der Regierung erstellt wurden, sondern auch die Zahlen aller wichtigen Investmentbanken und internationaler Organisationen übertreffen, und somit Staunen im Markt auslöst.

Dieser erstaunliche Prognoseentwurf verläuft in entgegengesetzter Richtung zu den vorsichtigen Vorhersagen anderer Institutionen. Angesichts des internationalen Trends, der etwas negativ erscheint, ist dies noch bemerkenswerter, da der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die Wachstumsprognose für Korea im vergangenen Monat von 2,1 % auf 1,7 % um 0,4 Prozentpunkte gesenkt hat. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine Wachstumsprognose für die koreanische Wirtschaft dieses Jahr von 1,9 % angegeben, und die wichtigsten internationalen Organisationen haben insgesamt eine Verlangsamung des Wachstums erwartet. Doch die JP-Morgan-Prognose von 3,0 % ist das höchste Niveau seit dem Jahr 2021, in dem ein Wachstum von über 4 % (4,6 %) nach der COVID-19-Pandemie registriert wurde, und wird als Signal dafür interpretiert, dass sich die starke Erholung vor der Pandemie wieder ankündigt.

Der Hintergrund, aus dem JP Morgan eine so optimistische Prognose herausgegeben hat, liegt darin, dass die empirischen Daten in den nächsten Monaten starke Beweise liefern. Das Wachstum im ersten Quartal dieses Jahres hat die Markterwartungen weit übertroffen, und die Exporteinfuhr durch den Halbleiter-Superzyklus sowie die Ausweitung der Anlageninvestitionen der Unternehmen zeigen einen viel stärkeren Trend als erwartet. Besonders während die Boomphase der Halbleiterindustrie sichtbar wurde, hat sich die exportorientierte Struktur, die auf der verarbeitenden Industrie basiert, fest etabliert, was direkt zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Das Ergebnis, das zwei Hasen – starke Exporte und Investitionen – auf einmal gefangen hat, deutet darauf hin, dass die tatsächliche Wachstumsrate die 3 %-Schwelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit überschreiten wird.

Im Gesamten betrachtet wird die koreanische Wirtschaft dieses Jahr eine hohe Wachstumsrate verzeichnen, die das geschätzte Potenzialwachstum von 1 % weit übersteigt. Dies ist nicht nur eine einfache Erholung der Konjunktur, sondern das Ergebnis einer Kombination aus der Stärkung der strukturellen industriellen Wettbewerbsfähigkeit und der Ausweitung der globalen Nachfrage, was dazu erwartet wird, dass es in den kommenden Jahren eine tragfähige Grundlage für nachhaltiges Wachstum schaffen wird. Experten sehen darin, dass die positive Rückkopplungsschleife der Halbleiterindustrie auf andere Industrien ausgeweitet wird und der Binnenmarkt ebenfalls belebt wird, und bewerten diese Erhöhung der Prognose als einen Fall, der die Elastizität und die Erholungsfähigkeit der koreanischen Wirtschaft erneut beweist.