Der Markt für Börsengänge, der von KI-Technologien angetrieben wird, hat sich in diesem Jahr zu einem der heißesten Themen entwickelt. Während die Investorenwelt rosarote Prognosen für ein unbegrenztes zukünftiges Wachstumsgeschehen stellt, gibt es gleichzeitig Bedenken, dass es nur Schaumblasen oder ungetestete Unternehmen geben könnte. Angesichts der zunehmenden Stimmen, dass technische Überlegenheit allein nicht mehr das Vertrauen der Anleger gewinnen kann, steht der Nachweis eines tatsächlichen Profitmodells als Schlüssel zum erfolgreichen Börsengang im Fokus.
Laut der Investmentbanking-Branche hat sich kürzlich NeoSapiens, ein Spezialist für KI-basierte Medientechnologie, zur vorläufigen Prüfung für einen Kosdaq-Listungsantrag beim Koreanischen Börsenausschuss gemeldet. Gleichzeitig befinden sich Unternehmen wie Detonic, das eine KI-Datenplattform aufbaut, und IntelLivix, das KI-Lösungen für den Sicherheitsbereich bietet, in der Prüfung. Machinarock, das branchenspezifische KI entwickelt, hat die offizielle Angebotseröffnung bereits begonnen, während Ellipse Group, Superb AI und Persona AI ihre Listenungsverfahren bis Ende dieses Jahres abschließen wollen und sich in der letzten Phase der Vorbereitung befinden. Im Jahr 2023 haben bereits mehrere KI-bezogene Unternehmen wie New En AI, Semifive, Nota und S2U erfolgreich an der Börse Fuß gefasst; in diesem Jahr treten nun Unternehmen mit noch vielfältigeren und solideren Geschäftsmodellen hervor. Analysten sehen dies als Ergebnis einer feineren Unterteilung der Prüfungsstandards seitens der Börse Ende des letzten Jahres unter Berücksichtigung der einzigartigen Eigenschaften von KI-Unternehmen sowie eines maßgeschneiderten Designs der Bewertungsparameter für die Technologie.
Im zweiten Halbjahr ist die Erwartung, dass Großunternehmen mit einem Unternehmenswert in den hundert Milliarden Won auf den Markt treten. Unternehmen wie Upstage, die in den Bereich der großen Sprachmodelle starke Wettbewerbsvorteile aufweisen, und Rebellion, ein KI-Chip-Hersteller, gelten als wahrscheinliche Kandidaten. Diese Unternehmen hatten ursprünglich geplant, im ersten Halbjahr einen Antrag auf vorläufige Prüfung für eine Börsenplatzierung zu stellen, haben den Termin jedoch auf das zweite Halbjahr verschoben, um Investitionspläne wie den von National Growth Fund zu berücksichtigen. Angesichts der erwarteten Zuflüsse von Großkapital wird dies als einflussreich auf dem Markt angesehen und als Signal für das beginnende Reifungsprozess des KI-Industrie-Ökosystems interpretiert.
Die Wertpapierbranche bewertet die KI als mehr als nur ein technologisches Thema und als einen Game Changer für alle Branchen. Durch die rasche Ausbreitung der Cloud-Infrastruktur und die Weiterentwicklung der großen Sprachmodelle erstreckt sich der Anwendungsbereich der KI von Hardware-Bereichen wie Halbleitern und Sicherheit auf den gesamten Bereich des Software-as-a-Service, einschließlich Medien und Datenanalyse. Auch auf Regierungsebene werden verschiedene Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung der KI-Industrie bereitgestellt, sodass sich unter den Investoren die Erwartung gebildet hat, dass die KI ein neues Wachstumsmotor nach der Halbleiterindustrie sein wird. Doch nicht nur positive Aussichten sind vorhanden. Die meisten KI-Start-ups, die derzeit den Börsengangsvorgang durchlaufen, befinden sich immer noch in Verlust und nutzen eine Sonderregelung, die den Börsengang auf Grundlage zukünftiger Ergebnisse erlaubt. Die Börse prüft jedoch in jüngster Zeit sehr streng, ob bei Technologieunternehmen Einnahmen generiert werden und ob die Rentabilität realisiert werden kann.
Ein Mitarbeiter einer Asset-Management-Firma warnte davor, dass Unternehmen, die kein Geschäftsmodell nachweisen können, das sich tatsächlich in Umsätzen am Industriemarkt widerspiegelt, im Prozess der Unterscheidung von Gut und Schlecht aussortiert werden. Das bedeutet, dass einfache Konzepte oder technologische Überlegenheit allein nicht zum Überleben im aktuellen IPO-Markt ausreichen. Es reicht letztlich nicht aus, nur über technologische Fähigkeiten zu verfügen; entscheidend ist, wie diese in Geld umgewandelt werden können. In diesem Klima wird der Schicksal der KI-Unternehmen davon abhängen, ob sie weiterhin nur technologische Innovationen betonen oder wie sie ein tatsächliches Geschäftsmodell aufbauen, das stabile Cashflows erzeugt.