Samsung Securities hat eine positive Prognose für Modern Steel abgegeben und den Zielkurs angehoben. In dem am 27. veröffentlichten Bericht erwartet das Brokerhaus, dass sich die Situation ab dem zweiten Quartal deutlich verbessern wird, obwohl die Ergebnisse des ersten Quartals etwas enttäuschend ausfielen. Folglich wurde der zuvor bei 47.000 Won angesiedelte Zielkurs auf 51.000 Won angehoben, und die Anlageempfehlung wurde als "Kaufen" beibehalten. Dies wird als Maßnahme interpretiert, die die Möglichkeit der Wertwiederherstellung im Zusammenhang mit dem anstehenden Trend zur Ergebnisverbesserung widerspiegelt.
Zur Zeit der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals belief sich der Umsatz auf 570 Mrd. Won, was einem Anstieg von 4,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, doch der operative Gewinn sank drastisch um 63,7 % auf 1,57 Mrd. Won. Dies fiel um 72 % unter den Markterwartungen (Konsens) und löste Besorgnis bei den Investoren aus. Analyst Baek Jae-seung wies auf die steigenden Stahlkohlepreise und die Kostenbelastung durch Wechselkursschwankungen als Hauptursachen für die schwache Leistung hin. Besonders wurde analysiert, dass der Preis für Plattenprodukte im ersten Quartal nicht ausreichend an die Preistransferkraft angepasst wurde, was zu erheblichen Margendruck führte.
Allerdings kündigte der Analyst an, dass ab dem zweiten Quartal eine Ergebnisverbesserung aufgrund der heimischen Nachfrage und des anhaltenden Preisanstiegs bei Stahlstangen erwartet wird. Seit Ende September des Vorjahres, seitdem die Einfuhr von Stahlschrott aus China mit einer Zollerhebung begann, ist die Einfuhrmenge um mehr als 90 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, wodurch sich die Preise für heimischen Stahlschrott in den letzten drei Monaten um 150.000 Won/Tonne erhöhten. Modern Steel hat bereits im Februar eine Preiserhöhung von 50.000 Won/Tonne durchgeführt und es wird bekannt gegeben, dass auch im April weitere Erhöhungen geplant sind.
Neben diesem Preisanstiegstrend wird auch die Möglichkeit einer Verbesserung der Versorgungslage durch den Rückgang der Stahlexporte aus China beachtet. Bis März dieses Jahres sanken die Stahlexporte aus China um 10 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum; sollte dieser Trend anhalten, wird erwartet, dass die Stahlproduktion in China sinkt und sich die globale Versorgungslage lockert. Der derzeitige Kurs-Buchwert-Verhältnis (PBR) von 0,28-fach wird als sehr niedrig eingestuft und als ausreichende Gelegenheit für Käufe und Verkäufe betrachtet.