Die Debatte über die Finanzregulierung in den USA wird erneut stark entfesselt. Mike Bell, Geschäftsführer von BitGo, warnte kürzlich in einem Interview damit, dass „falls das Klarheitsgesetz (Clarity) aufgehoben würde, könnte ein einziges Unternehmen, das sowohl Börsen- als auch Depotfunktionen ausführt, systemische Gefahren für den gesamten Markt mit sich bringen.“
Er bezeichnete diese Struktur als ein Risiko, das sogar zu Zeiten von Lehman Brothers‑Bankrott nicht existierte und erklärte: „Wenn die Handels- und Depotfunktionen in einer Firma konzentriert sind, kann deren Versagen den ganzen Markt erschüttern.“ The Block ergänzte dies, indem sie Bell als „eine reale Gefahr“ einstufte und betonte, dass „ein Unternehmen, das sowohl Börsen- als auch Depotfunktionen ausführt, ein höheres Risiko birgt“.
BitGo hat zwar keine konkreten Szenarien für die Aufhebung des Klarheitsgesetzes dargelegt, doch sei er fest davon überzeugt, dass „wenn ein Unternehmen zwei Aufgaben gleichzeitig übernimmt, steigert sich das Risiko.“ Im Vergleich mit früheren Bankrottfällen wird vermerkt, dass das Scheitern eines Börsen- oder Depotunternehmens nicht nur zu Vermögensverlust führt, sondern den gesamten Marktfluss beeinträchtigt. Diese Erkenntnis fordert eine Neubewertung bestehender Regelwerke.
Bell betonte: „Regulierer sollten die Konsequenzen der Klarheitsgesetzgebung sorgfältig prüfen, die Risikofaktoren klar benennen und Gegenmassnahmen planen.“ Er sah zugleich, dass „bei einer Aufhebung des Gesetzes die möglichen Systemrisiken für den gesamten Markt minimiert werden müssen, indem Unternehmen und Regulierungsbehörden eng zusammenarbeiten.“
Die Debatte über das Klarheitsgesetz bleibt weiterhin heiß. BitGo und The Block verfolgen dabei eine Überprüfung der bestehenden Regelungen und weisen zugleich auf das Risiko hin, dass ein Unternehmen zwei Funktionen ausführen kann. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Stabilität des Finanzmarktes.